8-mal falsch gedacht – schade – das Leben hat dann nichts gebracht

Es gibt Glaubenssätze, die viele Menschen für „normal“ halten. Viele dieser Glaubenssätze wirken aber zerstörerischer auf unser Leben, als es uns lieb sein kann. Manchmal sind unsere gewohnten Gedanken und unser gewohntes Verhalten scheinbar bequem, doch manchmal begrenzen sie uns in unserem Wachstum und verhindern unser Wachstum.

Gefahr

Nicht nützlich

Welche Glaubenssätze sind das?

Die Gegenwart bestimmt unsere Zukunft 

Wenn das Leben mal nicht so verläuft, wie wir es wünschen, dann tendieren wir dazu, anzunehmen, dass das immer so bleiben wird. Aus einem unerfindlichen Grunde haben wir diese Gedanken nicht, oder nur ganz selten, wenn es uns gut geht. Wir genießen ein Lachen, ein schönes Erlebnis … und vergessen diese Momente so schnell wieder.

Wenn wir aber deprimiert, frustriert oder verängstigt sind, dann scheint es für uns „normal“ zu sein, diese Gefühle noch zu verstärken, indem wir davon ausgehen, dass es morgen nicht viel besser, eher schlimmer sein wird. Und das Erstaunliche ist: Es kommt i.d.R. dann auch tatsächlich so – selbst-erfüllende Prophezeiung nennt man das.

Erlaube es Dir doch, das, was ungünstig war, was Böses gesagt wurde, was Du negativ gefühlt hast, einfach hinter Dir zu lassen. Falls Du das nicht tust, schaust Du in Deine Zukunft durch eine eingetrübte Linse. Dann bleibst Du im Sog der Rechtfertigung, der ständigen Wiederholung und gibst der selbst-erfüllenden Prophezeiung jede Menge Nahrung, was sich ungünstig auf Dein Leben auswirken wird. Es wäre doch sehr, sehr schade.

Es ist zu spät, um sich zu ändern 

Das Leben aller Menschen verläuft nie geradlinig. Es gibt ihn nicht, den einfachen Lebensweg, weder für Dich noch für jeden Anderen. Allerdings ist der Druck, der so manches Mal von Anderen (Familie, Arbeitskollegen, Gesellschaft, Vorbilder o.ä.) ausgeübt wird so groß, dass Du fast daran zerbrichst. Dann hast Du plötzlich nicht mehr den „richtigen“ Job, den „richtigen“ Partner, lebst nicht in der „richtigen“ Beziehung und führst nicht das „richtige“ Leben. Und dann zerbrichst Du fast daran und denkst „das Leben ist eben so und ich kann sowieso nichts ändern.“.

Das ist falsch. Du kannst Dir eine Auszeit nehmen, Dich für einige Zeit zurückziehen (was sowieso für den Alltag eine super gute Möglichkeit ist, den Überblick zu behalten oder diesen wieder zu bekommen). Das Leben ist ein ständiges Auf und Nieder – das ist völlig ok und völlig normal. Egal, in welcher Lebenssituation Du gerade steckst, Du darfst wissen, diese Situation kann sich ändern, wenn Du es wirklich wirklich willst.

Du musst Dich nicht den Reizen unterwerfen

Reiz-Reaktions-Schema

Es liegt an Dir. Du bist Hauptdarsteller und Regisseur in Deinem Leben. Die meisten Menschen vergessen aber die Rolle des Regisseurs und warten lieber auf die Anweisungen der anderen Regisseure und wundern sich dann, dass sie das Leben anderer gelebt haben.

Das, was das Leben an „Reizen“ sendet, seien diese in Deiner Wahrnehmung nun positiv oder negativ, muss nicht zwingend eine unbedingte oder unbewusste Reaktion Deinerseits verursachen. Du selbst kannst durch den bewussten Umgang damit durch Dein Selbstbewusstsein, Deine Kreativität, Deine Werte und Grundsätze und Deinen freien Willen die für Dich günstigste Reaktion zulassen. Doch darüber in einem späteren Blogbeitrag mehr.

Verletzbar zu sein, ist gefährlich 

Du fürchtest Dich davor, anderen Menschen zu viel zu sagen, zu tief zu fühlen, anderen mitzuteilen, was diese für Dich tatsächlich bedeuten. Das ist jedoch sehr ungesund für Dich. Liebe ist verwundbar. Glück ist verletzlich. Das Risiko, verletzt zu werden, ist der Preis, den zu bezahlst, wenn Du Dich gegenüber dem Leben öffnest. Verletzlich zu sein hat nichts damit zu tun, Deine Seiten zu zeigen, die glänzen. Es hat damit zu tun, die unschönen Teile Deiner Person zu zeigen, die Du am liebsten vor der Welt verstecken würdest. Verletzlich zu sein hat etwas damit zu tun, ehrlich und mit offenem Herzen zu sagen: „Das bin ich. Nimm mich so an oder lass es sein!“. Es ist schwer, los zu lassen, wenn Menschen sich dann abwenden. Aber sei gewiss: Nichts in dieser Welt ist sicher. Auch die scheinbare Zustimmung Deiner Mitmenschen kann sich von einem auf den anderen Augenblick verändern.

Allein zu sein, ist ein Problem 

Falsch!“ Wenn Du nicht akzeptierst, wer DU bist, wenn Du mit Anderen zusammen bist, dann ist das Dein eigentliches Problem. Und es ist Zeit, dieses Problem zu beseitigen. Beziehungen müssen bewusst und voller Weisheit gewählt werden. Lass es nicht zu, dass die Angst vor der Einsamkeit Dich in eine Beziehung drängt, welche Dir Energie raubt, statt Dir Energie zu geben. Verliebe Dich, wenn es passt, nicht, wenn Du Angst vor dem Alleinsein hast. Arbeite an Deiner Einstellung, sollte es bei Dir so sein. Lerne Dich selbst besser kennen. Dann wirst Du wachsen und erleben, was Dich begeistert, was Dir gut tut. Und wenn Dir dann die richtige Person begegnet, dann wirst Du Dir sicher sein, weil Du Dir Deiner Selbst sicher bist.

Dies gilt besonders für die Liebe, aber auch für jede andere Art von Beziehung. Beziehungen, die Energie spenden, sind es allemal wert, darauf zu warten.

Sich anzupassen ist nützlich 

Netz Schrott

Ziel verfehlt

Manchmal fragst Du Dich vielleicht, „Wer bin ich, dass ich das tun könnte?“, wobei die Frage lauten sollte „Wer bin ich, dass ich das nicht tun könnte?“. Ignoriere Deine Zweifel, vergiss das Angepasst-Sein. Steh auf und geh Deinen Weg. Wenn Du ständig fragst, was Andere von Dir halten oder denken, dann bist Du auf dem besten Weg, zu vergessen, wer DU wirklich bist. Was wäre, wenn das Gesicht, das Du der Welt bisher gezeigt hat, sich als Maske herausstellt, unter der … nichts ist?

Das passiert dann, wenn Du Dich Dein ganzes Leben lang so verhältst, wie Du denkst, wie Andere Dich haben wollen. Das hilft aber, wenn überhaupt, nur den Anderen.

Du bist einzigartig. Du kannst Dinge tun, die nur Du tun kannst, niemand anderer auf der Welt könnte das auf diese Art tun, wie Du. Und wenn Du Deinen Weg gehst, wenn Du Deine Angst überwindest, aus der grauen Masse hervorzustechen, dann bist Du eine Ermutigung für Andere, auch deren eigenen Weg in Freiheit zu gehen.

Ist das nicht großartig? Just do it!

Es gibt das „perfekte Etwas“, ich muss nur warten 

Menschen jagen oft dem perfekten „Etwas“ nach: das perfekte Haus, der perfekte Partner, der perfekte Job. Kennst Du das?

Das Problem: Dauerhafte Perfektion gibt es nicht in dieser Welt. Das Leben ist ständig Veränderungen unterworfen. Was heute existiert, sieht morgen vielleicht ganz anders aus. Das, was Du heute als perfekt ansiehst, kann morgen schon sehr unperfekt aussehen. Aber, mit etwas Geduld und einer offenen Einstellung,  kann im Laufe der Zeit aus dem unperfekten Haus ein gemütliches Haus werden, aus dem unperfekten Job kann eine steile Karriere erwachsen, der unperfekte Freund kann zu einem Fels in der Brandung werden. Und aus dem unperfekten Partner wird ein verlässlicher, lebenslanger Begleiter.

Es gilt lediglich, die Jagd nach dem Perfektionismus aufzugeben. Just do it!

Alles, was mir geschieht, ist persönlich gemeint 

Menschen werden bösartig, sich selbst und anderen gegenüber, wenn diese der Meinung sind, dass alles, was in dieser Welt passiert, mit ihnen direkt zu tun hat, ja, dass sich die Welt gegen sie verschworen hat. Die Wahrheit ist aber, dass alles das, was andere Menschen über Dich sagen oder Dir tun, mehr über diese Menschen selbst aussagt, als über Dich. Die Reaktionen der Anderen Dir gegenüber sagen etwas über deren Sichtweise, Verwundungen und Erfahrungen.

Ich sage nicht, dass wir nun zu Narzissten werden und jedes Feedback ignorieren sollten. Ich behaupte aber, dass ein großer Teil der Verletzungen, Enttäuschungen und Traurigkeiten in unseren Leben daher rührt, dass wir diese Dinge zu persönlich nehmen.

In den meisten Fällen ist es nützlicher und gesünder, wenn Du die gute oder auch schlechte Meinung anderer über Dich anhörst, das Gute daraus für Dich selbst ermittelst und dann Deinen Weg weiter gehst.

Ich darf nicht traurig sein 

Der Wunsch nach beständigem Glück macht Dich in letzter Konsequenz unglücklich. Nichts im Leben ist von Dauer – nichts. Es gibt weder absolutes Glück noch absolute Trauer.  Es sind lediglich die Schwankungen in Deinem Gefühlsleben, welche diese Extreme verursachen. Viel zu oft vergleichen wir den aktuellen Gefühlszustand mit einem anderen – besseren – Gefühlszustand. Aber, um Glück zu empfinden, musst Du wissen, was Unglück ist. Die Fokussierung auf Glück allein wird unweigerlich Unglück nach sich ziehen.

Die Fokussierung auf ein ausgeglichenes Leben ist der Schlüssel zum erfolgreichen Leben. Ja, Glück gehört zu einem erfolgreichen Leben dazu, genau so wie Trauer, Schwierigkeiten, Frustration, Fehler. Und diese letzten Punkte auszuhalten, nicht daran zu verzweifeln, wird Dein persönliches Wachstum weit mehr und weit intensiver unterstützen als beständiges Glück.

Das Wichtigste zusammengefasst

Wenn Du Dich bei der einen oder anderen Einstellung selbst wiedererkennst – keine Sorge, Du bist nicht alleine. Jeder von uns trägt in sich Gedanken und Glaubenssätze, die nicht immer nützlich sind und uns so manches Mal unbemerkt beschleichen und begrenzen. Der Schlüssel dazu ist Achtsamkeit, durch welche diese Glaubenssätze erkannt und umgemünzt werden können, bevor diese Einzug in unser tägliches Denken halten.

Mit welchen dieser Einstellungen hast Du manchmal zu tun? Oder sind es andere Glaubenssätze, welche Dich von einem zufriedenen Leben abhalten. Schreibe doch einfach einen Kommentar und lass uns alle an Deinen Gedanken und Erfahrungen teilhaben.

Hier noch eine kleine Geschichte, die zeigt, wie sehr Glaubenssätze und alte Erfahrungen die eigene Wirklichkeit bestimmen können. 

Kleine und große Elefanten

Wenn Elefanten noch ganz jung sind, werden sie mit einem Seil an ein Stück Holz festgebunden, das man in den Boden geschlagen hat. Sie lernen bald, dass es sinnlos ist, sich losreißen zu wollen und dass sie dort nicht wegkommen. Später, wenn sie erwachsen sind, kann man sie mit dem gleichen Seil und dem gleichen Pflock festbinden. Obwohl sie inzwischen sehr viel größer und stärker sind und sie den Pflock mit Leichtigkeit aus dem Boden ziehen könnten, bleiben sie doch stehen. Sie haben als Kinder gelernt, dass es keinen Sinn hat, sich losreißen zu wollen.

 

2 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Axel,

    vor einer halben Stunde habe ich Deine sehr inspirierende Seite entdeckt.

    Ich bin sehr begeistert und möchte Dir dafür danken!

    Spricht mich sehr an und ich freue mich, mein altes Wissen mit neuem Bewusstsein zu erweitern.

    Weiter so! 🙂

    Herzliche Grüße

    Carmen

    1. Hallo Carmen,
      Dein Kommentar hat mich wirklich sehr gefreut. Meine Seite ist schon etwas „älter“ und wurde von mir aus zeitlichen Gründen in letzter Zeit nicht mehr so intensiv bearbeitet. Dein Feedback hat mich aber wieder dazu animiert, das Thema zu intensivieren. Mir liegen die Themen „Kommunikation“, „Beziehungs-Gestaltung“ und generell die „Transaktionsanalyse“ sehr am Herzen.
      Vielen Dank nochmals für Dein Feedback!
      Liebe Grüße, Axel

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