Kommunikation – der Grundstein für alles …

Eddy lernt etwas über Agilität

Eddy war noch ganz beeindruckt von seinem Kommunikations-Erlebnis mit seinem neuen Abteilungsleiter, als er Joe, seinen Nachbarn, traf und ihm davon völlig begeistert erzählte. Eddy wusste, dass Joe als Projektmanager sehr viel mit Kommunikation zu tun hatte. Und er hoffte, dass er ihm etwas Neues erzählen konnte.

Joe hörte geduldig und leise lächelnd zu, bis Eddy es bemerkte. Eddy hörte schlagartig auf mit seiner Begeisterungsrede und fragte Joe, warum er denn lächle. Joe fing auf seine gemütliche und äußert sympathische Art an, Eddy etwas von Agilität, Feedback und Kommunikation zu erzählen …

Joe: Weißt Du, Eddy, wir arbeiten schon sehr lange in unserem Unternehmen nach agilen Prinzipien. Dabei setzen wir unter anderem auch sogenannte Retrospektiven ein. Hierbei geht es darum, dass innerhalb eines Teams z.B. nach Erreichen eines Meilensteins Feedback gegeben wird. Das erfordert und fördert Mut, Offenheit und Respekt für sich selbst und gegenüber den anderen. Ziel dabei ist es, Transparenz zu schaffen und daraus zu lernen. Wir nutzen bei uns Retrospektiven als strukturierte und moderierte Team-Meetings, die regelmäßig stattfinden. Im Laufe der Zeit sind es die Kolleginnen und Kollegen wirklich gewohnt, offenes und wertschätzendes Feedback zu gehen. Die Struktur macht es zudem auch unerfahrenen Moderatoren leichter, sich schnell an diese Art der Kommunikation zu gewöhnen. Und außerdem wirkt sich diese Art der Kommunikation ganz enorm auf die Unternehmens-Kultur aus.

Eddy: Wie läuft so etwas denn ab bei Euch im Betrieb?

Joe: Im Prinzip ganz einfach nach folgendem Muster:

  1. Zuerst schaffen wir ein entspanntes Gesprächsklima. Dazu „holen“ wir die Teilnehmer ab, indem wir beispielsweise deren Stimmung zu bestimmten Themen abfragen.
  2. Dann sammeln wir Themen ein, welche es zu besprechen gilt. Selbstverständlich können, ja sollten das auch verdeckte Konflikte sein.
  3. Sind die Themen klar, dann geht es darum, Erkenntnisse zu gewinnen. Wir wollen also etwas zum Beispiel über die Ursachen verstehen, also um welche Art von Konflikten es sich handelt und wie es dazu gekommen ist.
  4. Dann treffen wir gemeinsam Entscheidungen darüber, wie Lösungsansätze aussehen könnten, damit in Zukunft solche „Probleme“ nicht mehr auftreten oder beim Bewusstwerden gleich gelöst werden.
  5. Zum Schluss schauen wir alle noch einmal auf den gesamten Retrospektive-Prozess und prüfen, ob und wie zufrieden wir mit den Ergebnissen sind.

Eddy: Tut mir leid, Joe, ich muss leider gehen – Monia wartet schon seit 20 Minuten mit dem Abendessen, und Du weißt ja … Aber, das Thema mit der Retrospektive finde ich total spannend. Können wir uns dazu mal bei einem Bier zusammensetzen und Du erklärst mir das mal an einem praktischen Beispiel? Denn so richtig vorstellen kann ich mir das noch nicht.

Joe nickt lächelnd und schaut dem plötzlich sehr in Eile befindlichen Eddy schmunzelnd nach.

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Retrospektiven sind für die Produktivität von Teams unersetzlich. Teams bestehen aus einzelnen Personen und Charakteren, die alle ihre eigenen Wertevorstellungen und Wahrnehmungen mitbringen. Missverständnisse und Konflikte sind da völlig normal (wenn das auch leider nur sehr selten so akzeptiert wird). Und das macht ein Team immer ineffizient. Es bauen sich über die Zeit sehr schnell Konflikt-Themen auf, die gelöst werden müssen. Das sind aber nicht unbedingt nur Themen, die zwischen einzelnen Personen entstehen. Es können Konflikte auch innerhalb des Teams mit mehreren Personen oder mit anderen außerhalb des Teams sein. Es können auch Ressourcen-, Ziel-, Bewertungs- oder auch Rollen-Konflikte sein. Hier kommt das klassische Feedback-Gespräch nicht weiter. Insbesondere wenn die Konflikte verdeckt stattfinden und erst einmal bewusst gemacht werden müssen.

Hier können einzelne Modelle der Transaktionsanalyse sehr hilfreich sein, sowohl bei der Ursachenforschung als auch bei der Lösungsfindung. Zu nennen wären hier beispielweise die Modelle der Antreiber, des Bezugsrahmens, des Discountings oder des Drama-Dreiecks. Auch das Modell-Verständnis der Wirklichkeits-Konstruktion ist hier eine sehr große Hilfe. Doch darüber in späteren Blog-Beiträgen mehr. Sollte eines der Themen besonders interessant sein, dann einfach einen Kommentar hinterlassen ;-))

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