Mach’s allen recht!

Typ: Harmonischer Mensch, nett und liebenswürdig

Bedürfnis: Wertschätzung von allen erhalten und von allen gemocht werden

Positiver Aspekt: Empathischer, freundlicher und liebenswürdiger Mitmensch

Menschen mit diesem Antreiber denken, verantwortlich dafür zu sein, dass andere sich wohl fühlen. Diese Menschen bilden sich in ihren Gedanken jedoch häufig nur deren eigene Meinung darüber, was sich der Andere tatsächlich wünscht.

Sie stellen eigene Bedürfnisse zurück, richten sich danach, was andere erwarten könnten und kommen dabei selber oft zu kurz. Sie möchten unbedingt beliebt sein. Ein „Nein!“ fällt ihnen sehr schwer.

Gleichzeitig erwarten sie aber von anderen, dass diese auch Rücksicht nehmen, ohne dass sie aber ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche klar und deutlich aussprechen. Kennzeichnend für diese Menschen ist: Übernahme von Verantwortung und aufopferndes Verhalten, Verbindlichkeit, Bescheidenheit, Loyalität und Selbstlosigkeit.

Menschen mit dem Sei-gefällig-Antreiber verwenden häufig Redewendungen, die versuchen, die Wünsche und Erwartungen der Gegenüber zu erkunden oder jedenfalls Anpassung daran zu signalisieren. Sie sind begierig zu wissen, ob sie ihre Sache gut gemacht haben und alles in Ordnung ist. Dabei fügen sie oft Worte ein, um die Reaktion des anderen zu erkunden und nicken zustimmend mit dem Kopf, sind sehr gestenreich. Sie schauen irritiert, wenn sie nicht unmittelbar die Wirkung erfahren, die sie sich erwartet haben.

Die Tendenz im Verhalten: Liebe und Wertschätzung von anderen erhalten und gleichzeitig Zurückweisung und Einsamkeit vermeiden.

In der Kommunikation lassen sie oft nur schwer einen eigenen Standpunkt erkennen, formulieren stattdessen unscharf, zeigen sich konfliktscheu und suchen Ausflüchte. Ein echter Austausch von gegensätzlichen Standpunkten fällt schwer mit ihnen.

Sei-gefällig-Menschen wissen nicht genau, wer sie selbst eigentlich sind oder was sie selbst wollen. Sie haben zu wenig Profil, Selbstvertrauen und (Rollen-)Identität ausgebildet oder halten ihren Standpunkt für unverträglich mit den Interessen anderer. Eigene Bedürfnisse und Vorstellungen werden verleugnet oder nicht eingebracht, da sie eh nicht für andere interessant sein können.

Eine besondere Fähigkeit des Sei-gefällig-Menschen ist seine Empathie. Sie ermöglicht es ihm, auf die Bedürfnisse anderer einzugehen. So kann er sehr feinfühlig für Gruppenprozesse und Gefühle anderer sein.

Aber, was tun, wenn der Antreiber zu sehr antreibt? Ist man dem Antreiber dann auf Gedeih und Verderb ausgeliefert? Nein – wir dürfen uns dann die Erlaubnis zusprechen (lassen), im Sinne der Autonomie zu denken, zu fühlen und zu handeln.

TA